Haartransplantation

Eigenhaartransplantation


Unter Eigenhaartransplantation (Eigenhaarverpflanzung) versteht man eine Behandlungsmethode der ästhetischen Chirurgie mit dem Ziel, kahle Kopfhautstellen zu kaschieren sowie ausgefallene Haare zu ersetzen.


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EIGENHAARTRANSPLANTATION / HAARTRANSPLANTATION

Schönes, dichtes und volles Haar zeugt von Jugend und Vitalität. Haarausfall als Folge von Alter, Stress, hormonellen Veränderungen oder Krankheit, kann schnell zu Unwohlsein und einem geringen Selbstwertgefühl führen. Sowohl Männer als auch Frauen sind von Haarausfall betroffen.

Die Ursachen für Haarverlust sind sehr unterschiedlich, und können sowohl genetische als auch gesundheitliche Gründe haben. Der natürliche Verlust von Kopfhaar ist mit fortschreitendem Alter sowohl bei Männern als auch bei Frauen völlig normal. Farbe und Dichte der Haare verändern sich. Wie stark der altersspezifische Haarverlust ausgeprägt ist, ist meist genetisch bedingt. Vor allem klagen oft Männer schon in jungen Jahren über lichte Stellen oder Glatzenbildung. Haarausfall kann außerdem als Folge von Stress, Diäten und fehlerhafter Ernährung auftreten.

Die Eigenhaarverpflanzung macht es möglich, Haarausfall, einzelne Kahlstellen, aber auch beginnende Glatzenbildung zu verbergen. Diese Behandlungsform verhilft den Patienten zu einem besseren Selbstbewusstsein, gesteigertem Wohlbefinden und mehr Lebensqualität.


Welche Möglichkeiten bietet die Operation?

Bei der Operation werden von einer Stelle des Kopfes Haare entnommen und an eine andere, vom Haarausfall betroffene Stelle verpflanzt. Der durch genetische Veranlagung oder beispielsweise durch Überschuss an männlichen Hormonen verursachte Haarausfall kann auch durch diese Methode nicht gestoppt werden. Es ist jedoch möglich, die vom Haarausfall meist anfangs betroffenen Bereiche (Geheimratsecken/Stirn-Hinterhaupt) neu mit eigenen Haaren zu besiedeln.


Wie wird die Operation durchgeführt?

Die Operation erfolgt im Allgemeinen ambulant unter örtlicher Betäubung. Es erfolgt zunächst die Entnahme einzelner Haarwurzelgrüppchen (Insel- oder FUE-Methode) aus noch behaarten Bereichen (meist Hinterhaupt) nach örtlicher Betäubung. Die daraus gewonnenen Mikro-Implantate mit einzelnen Haaren (1–3 Stück) werden in die kahlen Bereiche eingesetzt. Diese kahlen Bereiche werden auch zuvor mit lokaler Betäubung schmerzfrei gemacht. Zum Einsetzen der Haartransplantate in das Empfängerareal werden mit einem kleinen Skalpell Schlitze gestochen (slit grafting) oder mit einem kleinen Bohrer Löcher gesetzt (holes grafting). Dort können dann die Mikro-Implantate eingesetzt werden.

In den folgenden 2–3 Wochen nach der Operation fallen fast alle transplantierten Haare aus, um im Anschluss nach etwa 12–14 Wochen mit dem neuen Haarwachstum zu beginnen.


Behandlungsalternativen

Eine mögliche Alternative zur Operation stellt das Tragen eines Toupets dar. Beginnende Glatzenbildung kann auch durch das sog. Hair-Weaving verborgen werden. Dabei werden die vorhandenen Haare so miteinander verwoben, dass kahle Stellen abgedeckt werden können. Eine medikamentöse Behandlung kann ergänzend in Betracht gezogen werden.


Ist mit Komplikationen zu rechnen?

Trotz aller Sorgfalt kann es zu – u.U. auch lebensbedrohlichen – Komplikationen kommen, die weitere Behandlungsmaßnahmen/Operationen erfordern. Die Häufigkeitsangaben sind eine allgemeine Einschätzung und sollen helfen, die Risiken untereinander zu gewichten. Sie entsprechen nicht den Definitionen für Nebenwirkungen in den Beipackzetteln von Medikamenten. Vorerkrankungen und individuelle Besonderheiten können die Häufigkeiten von Komplikationen wesentlich beeinflussen.


Komplikationen während der Operation
  • Leichte Blutungen, die meist sofort gestillt werden können.
  • Verletzungen von Nerven und Blutgefäßen, die zu vorübergehenden und in seltenen Fällen auch bleibenden Gefühlsstörungen (z.B. Taubheitsgefühl, Missempfindungen) im Bereich der Kopfhaut bzw. zu Wundheilungsstörungen infolge geminderter Durchblutung führen können und ggf. behandelt werden müssen.
  • Bei Allergie oder Überempfindlichkeit (z.B. gegen Medikamente, Betäubungsmittel, Desinfektionsmittel, Latex) können vorübergehend Schwellung, Juckreiz, Niesen, Hautausschlag, Schwindel oder Erbrechen und ähnliche leichtere Reaktionen auftreten. Schwerwiegende Komplikationen im Bereich lebenswichtiger Funktionen (Herz, Kreislauf, Atmung, Nieren) und bleibende Schäden (z.B. Organversagen, Lähmungen) sind sehr selten.
  • Haut-/Gewebe-/Nervenschäden durch die Lagerung und eingriffsbegleitende Maßnahmen (z.B. Einspritzungen, Desinfektionen, Laser, elektrischer Strom) sind selten. Mögliche, u.U. dauerhafte Folgen: Schmerzen, Entzündungen, Absterben von Gewebe, Narben sowie Empfindungs-, Funktionsstörungen, Lähmungen (z.B. der Gliedmaßen).

Komplikationen nach der Operation
  • Pickel- oder Pustelbildung: Wenn das transplantierte Haar anfängt zu wachsen, kann es zu Pickel- oder Pustelbildung auf der Kopfhaut kommen, weil das Haar die Haut nicht frei durchstoßen kann. Der Arzt weiß, wie diese Bereiche geöffnet werden können, damit die Haare wieder ungehindert wachsen.
  • Nachblutungen und Blutergüsse auch mehrere Tage nach der Operation. Unter Umständen wird dann ein zweiter Eingriff zur Blutstillung und Entfernung der Blutergüsse notwendig.
  • Sichtbare Bildung vieler kleiner Krusten an den Einpflanzungsstellen, die bis zu ihrem Abfallen (nach einigen Tagen) Ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit beeinträchtigen könnten.
  • Infektionen im Operationsbereich und verzögerte Wundheilung der Haut, die zum Absterben der Implantate führen können. Weitere Behandlungsmaßnahmen können notwendig werden.
  • Haarimplantate wachsen nicht ein, was ihr Absterben und Ausfallen zur Folge hat.
  • Geringfügiger Haarverlust an der Entnahmestelle als vorübergehende Reaktion auf die eingriffsbedingte Gewebestörung. Ein starker allgemeiner Haarverlust, der nur vorübergehender Art ist, kann nicht ausgeschlossen werden. In seltenen Einzelfällen kann jedoch auch ein dauerhafter starker Haarverlust die Folge sein.
  • Schmerzen und Spannungszustände, die bisweilen auch über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben können und in der Regel keiner Behandlung bedürfen.
  • In Einzelfällen Schwellung der Augenlider und der Stirnregion, manchmal auch als ausgeprägte Blutergüsse (Hämatome) – meist nach 2 Tagen auftretend. Die Schwellungen lassen sich im Allgemeinen durch einfaches Kühlen leicht behandeln, umfangreichere Blutergüsse können auch eine zusätzliche medikamentöse Behandlung erfordern.
  • Narbenwucherungen (Keloide) durch entsprechende Veranlagung oder Wundheilungsstörungen sind selten. Hautverfärbungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können die Folge sein. Ein späterer Korrektureingriff ist u.U. möglich.

Über Ihre individuellen Risiken und die damit verbundenen möglichen Komplikationen klärt Sie Ihr Arzt im Gespräch näher auf. Bitte fragen Sie dann nach allem, was Ihnen unklar und wichtig erscheint.


Erfolgsaussichten

Aufgrund vieler kleiner Implantate, die über die Kopfhaut verteilt sind, führt die Operation meist zu einem natürlichen Aussehen, ohne dass es zu einer nennenswerten Narbenbildung kommt. Man kann erwarten, dass zwischen 75 und 95 % der Implantate einwachsen, im Narbengewebe sind es zwischen 50 und 80 %. Durch weitere Sitzungen (bis dreimal, gelegentlich auch häufiger) besteht die Möglichkeit, die Dichte der Transplantate noch zu steigern.

Doch wie bei jedem kosmetischen Eingriff kann auch hier nicht garantiert werden, dass das Ergebnis Ihren Vorstellungen entspricht. Die Eigenhaartransplantation ist eine Behandlung, die u.U. nach einer gewissen Zeit (mehrere Jahre) einer Wiederholung an anderen Stellen bedarf, da der unerwünschte Haarausfall trotz Operation ja grundsätzlich weitergeht. Speziell bei erblich-hormonellem Haarausfall muss daher darauf geachtet werden, dass die Implantate nicht aus einem Areal des Hinterkopfes stammen, das in späteren Jahren vom Haarausfall bedroht sein kann. Dies kann zu einer Einschränkung der Behandlungsfläche führen.

Im ungünstigsten Fall, z.B. bei jungen Männern mit Geheimratsecken, könnten Jahre später solche operativ aufgefrischten Ecken mit ihrem fortan kräftigen Wachstum in unvorteilhaftem Gegensatz zum restlichen, zunehmend lichter werdenden Haupthaar stehen (Bildung von zwei "Haarhöckerchen"). Um dennoch ein befriedigendes kosmetisches Ergebnis zu erreichen, können weitere Haartransplantationen nötig sein.

LEITLINIEN FÜR DIE HAARTRANSPLANTATION

Die folgenden Leitlinien gelten für alle Arten von Operationen:
- Die Einnahme aller Blutverdünner sollte eingestellt werden (unter Anleitung vom Chirurg)
- Das Rauchen sollte ab dem Tag der Operation bis 10-14 Tage nach der Behandlung eingestellt werden
- Alle Aktivitäten, die den Blutdruck erhöhen, sollten ebenfalls unterlassen werden
- Sie können am Tag der Operation nach Hause gehen
- Es bleiben keine sichtbaren Narben vom Eingriff zurück

FAQ - Häufig gestellte Fragen

1Wie sinnvoll ist eine Haartransplantation?
Der ideale Patient hat ein Alter von etwa. 35 Jahren mit Haarausfall im Stadium II-IV. Das heißt, wenn Sie in diesem Alter unter Anzeichen von Haarausfall wie sichtbaren Geheimratsecken oder einer kahlen Stelle am Hinterkopf leiden, dann bestehen gute Chance, dass die Haartransplantation sinnvoll ist.
2Woher kommen die Haare für die Transplantation?
Es handelt sich um eine Eigenhaar-Transplantation, das bedeutet, wir verwenden Ihre eigenen Haare aus dem hormonabhängigen Bereich, im Hinterkopf und Nacken. Die Haare werden lediglich umgesetzt und behalten dabei ihre Qualität, wodurch Sie diese nicht mehr verlieren werden.
3Wie gefährlich ist eine Haartransplantation?
Obwohl Komplikationen bei sachgemäß ausgeführter Haartransplantation durch einen erfahrenen Arzt selten sind, kann es zum Beispiel bei zu tiefen Einstichen zu Blutungen kommen. Dadurch bilden sich häufig in den ersten Tagen nach Haartransplantation starke Schwellungen, welche bis in den Gesichtsbereich reichen können.
4Können implantierte Haare wieder ausfallen?
Eventuell fallen einige Haare nach der Haartransplantation direkt wieder aus. Die Haarwurzeln sind jedoch fest implantiert; das bedeutet, die Haare werden wieder nachwachsen. Über 90% der transplantierten Haare werden nach der Haartransplantation sichtbar sein und nie wieder ausfallen.
5Welche Haare kann man transplantieren?
Wenn jedoch nicht mehr genug Spenderhaare vorhanden sind, können sie teilweise durch Transplantationen von Körperhaaren ergänzt werden. Grundsätzlich können Barthaare und Brusthaare für eine Haartransplantation verwendet werden.
6Können fremde Haare transplantiert werden?
Eine Transplantation kann nur mit eigenem Haar erfolgen. Kunsthaar oder fremde Haare eignen sich dafür nicht, da das Risiko hoch ist, dass der Körper diese abstößt. Bei einer aufwändigeren Rekonstruktion der Ohren, z. B. zur Behebung einer Deformität, entscheidet sich der Facharzt in der Regel für eine Vollnarkose.
7Wie schmerzhaft ist eine Haartransplantation?
Während der Haartransplantation treten keine Schmerzen auf, da die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt wird. Nach der Haartransplantation können in der ersten oder zweiten Nacht leichte Wundschmerzen auftreten.

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